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Initiative Pro Massivholz (IPM)

Optische Merkmale von Massivholzmöbeln

Die Handschrift der Natur

15.01.2026

HERFORD. Massivholzmöbel sind weit mehr als nur Einrichtungsgegenstände – sie sind lebendige Zeugen der Natur, die Charakter und Wärme in jedes Zuhause bringen. „Wer sich für Massivholz entscheidet, wählt ein Unikat, denn kein Baum gleicht dem anderen. Diese Individualität spiegelt sich in spezifischen natürlichen Merkmalen wider, die oft fälschlicherweise als Makel angesehen werden, in Wahrheit aber die Echtheit und Qualität des Materials unterstreichen“, erklärt Andreas Ruf, Geschäftsführer der Initiative Pro Massivholz.

Eines der markantesten Merkmale von Massivholz ist die Maserung. Sie entsteht durch das Wachstum des Baumes und die Anordnung der Holzfasern. Je nach Schnittart zeigen sich Linien, Muster oder Wellenformen, die jedem Möbelstück eine dynamische Tiefe verleihen. Gerade das Holz des Nussbaums besticht durch eine edle, dunkle Färbung und eine oft wellige oder gestreifte Maserung. Die Zeichnung wirkt hier oft wie mit einem feinen Pinsel gemalt und strahlt Exklusivität aus. Besonders markant sind die Jahresringe, die bei Hölzern aus Regionen mit ausgeprägten Jahreszeiten besonders deutlich hervortreten. Die Esche wiederum zeigt eine sehr ausgeprägte, ringporige Struktur. Ihre Maserung ist oft sehr geradlinig und kontrastreich, was ihr eine moderne, fast grafische Ästhetik verleiht. Zudem neigen manche Holzarten dazu, ein dunkleres Holz im Inneren des Baumes auszuprägen, während sich die äußeren Holzschichten in Richtung der Rinde heller präsentieren. Dies zeigt sich ebenfalls bei der Eiche mit ihrem dunkleren Kernholz und dem hellen Splintholz, das direkt hinter der Rinde sitzt. Es entstehen wolkige, braune Verfärbungen, die einen starken Kontrast zum helleren Splintholz bilden und das Möbelstück sehr lebendig wirken lassen.

Ein weiteres charakteristisches Detail stellen die Astlöcher dar. Sie markieren die Stellen, an denen früher Zweige aus dem Stamm gewachsen sind. Während sie in der industriellen Fertigung oft aussortiert werden, heben moderne Massivholzdesigns diese „Fehler“ als rustikale Highlights hervor. Sie verleihen dem Holz eine urwüchsige Optik und beweisen, dass es sich um ein reines Naturprodukt handelt. Im Gegensatz zur klassischen Eiche zeichnet sich die Wildeiche durch einen besonders hohen Anteil an Ästen und eine sehr lebhafte, fast schon stürmische Maserung aus. Sie wirkt rustikal und kraftvoll. Ebenso prägend sind radiale Gewebestrukturen im Holz, auch Markstrahlen genannt, sowie natürliche Farbdifferenzen. Innerhalb eines einzigen Brettes können hellere und dunklere Nuancen auftreten, die durch unterschiedliche Nährstoffaufnahmen während des Wachstums entstehen.

Die Besonderheiten in der Optik von Massivholzmöbeln – von der wilden Maserung der Eiche bis zu den eleganten Verläufen des Nussbaums – machen den Reiz der Einrichtungsgegenstände aus. Sie verwandeln einen Tisch oder einen Schrank in ein haptisches und visuelles Erlebnis. „Wer Massivholz liebt, schätzt genau diese Unvollkommenheit, die in einer Welt der Massenproduktion für echte Exklusivität sorgt. Ein Massivholzmöbel ist ein Kunstwerk der Natur, das durch seine individuelle Zeichnung zum Mittelpunkt jedes Raumes wird“, schließt Ruf. 

 

Bild 1: Eines der markantesten Merkmale von Massivholz ist die Maserung. Diese entsteht während des Wachstums des Baumes. Foto: IPM/Wimmer Massivholzmöbel

 

Bild 2: Manche Holzarten wie die Eiche neigen dazu, ein dunkleres Holz im Inneren des Baumes auszuprägen, während sich die äußeren Holzschichten in Richtung der Rinde heller präsentieren. Foto: IPM/Voglauer

 

Bild 3: Im Gegensatz zur klassischen Eiche zeichnet sich die Wildeiche durch einen besonders hohen Anteil an Ästen und eine sehr lebhafte, fast schon stürmische Maserung aus. Foto: IPM/Hartmann Möbelwerke


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Pressekontakt:

Christine Scharrenbroch
c.scharrenbroch@moebelindustrie.de
Tel. + 49 2224 9377-17

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