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Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM) 

Neue EU-Regeln für Umweltwerbung

DGM-Zertifizierungen setzen neuen Standard

18.09.2026
FÜRTH. Am 27. September 2026 treten die neuen Regeln für die Werbung mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen in Kraft. Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM) hat ihre Zertifizierungen rechtzeitig angepasst: Alle Gütezeichen und Labels der DGM erfüllen die neuen Anforderungen und können auch nach dem Stichtag verwendet werden – von den zertifizierten Herstellern ebenso wie vom Möbelhandel.

Siegel nur noch mit Zertifizierungssystem
Die Neuregelung verschärft die Anforderungen an Umweltwerbung erheblich. Nachhaltigkeitssiegel sind künftig nur noch zulässig, wenn sie auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlichen Stellen festgesetzt wurden. Selbst gestaltete „Grün-Labels“ ohne unabhängige Prüfung sind ab dem Stichtag stets unlauter. Pauschale Aussagen wie „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ brauchen eine klare Konkretisierung auf demselben Medium.

Die DGM-Zertifizierungen erfüllen die vier gesetzlichen Merkmale eines Zertifizierungssystems:
  • Offener Zugang für alle Hersteller, die die Anforderungen erfüllen, zu transparenten und diskriminierungsfreien Bedingungen
  • Entwicklung der Kriterien unter Beteiligung von Sachverständigen und Fachkreisen
  • Überwachung durch unabhängige Dritte – bei den Produktzeichen durch Erstprüfung im Werk und regelmäßige Fremdüberwachung
  • Wirksame Sanktionen bis hin zum Entzug des Zeichens, wobei irreführende Kommunikation ausdrücklicher Entzugsgrund ist
Hinzu kommt die Nachprüfbarkeit für jedermann: Jedes DGM-Label trägt eine Registriernummer und einen QR-Code, über den Verbraucher die Gültigkeit der Zertifizierung selbst prüfen können.

Geprüfte Aussagen statt eigener Werbeversprechen
Die DGM belässt es nicht bei der Anpassung der Zeichen. Für jedes Zeichen stellt sie ihren zertifizierten Herstellern künftig EmpCo-konforme Mustertexte für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen zur Verfügung. Diese Aussagen sind unmittelbar an das jeweilige Siegel und dessen geprüfte Kriterien gebunden. Hersteller und Handel können sie in Produktinformationen, Prospekte, Online-Shops und Verkaufsgespräche übernehmen, ohne eigene Werbeversprechen formulieren zu müssen.

Das Portfolio umfasst die RAL-Gütezeichen Möbel („Goldenes M“), „Möbel Schadstoffgeprüft“, „Möbel – zirkulär nachhaltig“ und „Möbel Made in Germany“ sowie die unternehmensbezogenen Labels „Klimapakt Möbelindustrie“ und „Klimaneutraler Möbelhersteller“. 

„Wer künftig über Nachhaltigkeit sprechen will, braucht einen Nachweis. Genau den liefern unsere Zertifizierungen – geprüft, überwacht und für jeden Verbraucher nachvollziehbar. Für die Möbelbranche ist das eine Chance: Sie kann Qualität und Nachhaltigkeit glaubwürdig besetzen, während ungeprüfte Versprechen vom Markt verschwinden“, sagt Jochen Winning, Geschäftsführer der DGM.

Verbraucher erwarten Qualität, Langlebigkeit und Transparenz
Wie groß die Nachfrage ist, zeigt eine repräsentative YouGov-Befragung im Auftrag der imm cologne unter 2.101 Personen ab 18 Jahren. Für 96,5 Prozent der Befragten ist die Qualität eines Möbelstücks wichtig oder sehr wichtig, für 95,5 Prozent die Langlebigkeit. Nachhaltigkeitsaspekte beeinflussen die Kaufentscheidung von 65,3 Prozent, und ebenso viele halten klare Informationen zur Produktionsregion für wichtig. Europaweit beziehen nach einer Erhebung der Boston Consulting Group 52 Prozent der Konsumenten Nachhaltigkeit in ihre Möbel-Kaufentscheidung ein.

Die DGM bietet den Einkaufsverbänden und Handelshäusern an, die Verwendung der Zeichen und der neuen Mustertexte gemeinsam abzustimmen und Einkäufer sowie Verkaufspersonal in kompakten Webinaren zu schulen. 

Über die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V.
Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. mit Sitz in Fürth vergibt die RAL-Gütezeichen für Möbel und betreut die Klimalabels der Möbelindustrie. Sie steht für geprüfte Produktqualität, Sicherheit, Wohngesundheit und Nachhaltigkeit.
 
 
Bild: Alle Gütezeichen und Labels der DGM erfüllen die neuen Anforderungen der EmpCo-Richtlinie und bieten Verbraucherinnen und Verbrauchern wertvolle Orientierung beim Möbelkauf. Graphik: DGM

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Christine Scharrenbroch
c.scharrenbroch@moebelindustrie.de
Tel. + 49 2224 9377-17

Melanie Dickenbrok
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