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Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM)

Gütezeichen mit Substanz

Sicherheit, Schadstoffe, Herkunft: Woran Verbraucher gute Möbel erkennen

25.09.2026

FÜRTH. Ein Sofa aus dem Onlineshop, ein Esstisch aus dem Möbelhaus, ein Bett vom Discounter: Design und Preis lassen sich in Sekunden vergleichen. Deutlich schwieriger wird es bei den Aspekten, die einem Möbelstück nicht auf den ersten Blick anzusehen sind: Hält es, was der Hersteller verspricht? Wurden Schadstoffgrenzwerte eingehalten? Und unter welchen Bedingungen ist es entstanden? Antworten darauf liefert seit mehr als sechs Jahrzehnten die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) mit ihrem Prüfsystem aus RAL-Gütezeichen, Herkunftsgewährzeichen und weiteren Labeln.

Das „Goldene M“ als Fundament der Möbelqualität
Das bekannteste Zeichen der DGM ist das RAL-Gütezeichen „Goldenes M“. Es gilt als der umfassendste und strengste Nachweis für Möbelqualität in Europa. Möbel, die mit diesem Zeichen ausgezeichnet werden, haben umfangreiche Prüfungen bestanden und erfüllen hohe Anforderungen an Sicherheit, Stabilität, Langlebigkeit sowie Gesundheits- und Umweltverträglichkeit. Die Tests erfolgen in unabhängigen Prüflaboren auf Basis der Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430. Diese umfassen sowohl allgemeine Qualitätsanforderungen als auch spezifische Kriterien für unterschiedliche Produktgruppen wie Küchen, Polstermöbel, Badezimmermöbel, Kinderzimmermöbel, Matratzen oder Betten. Das „Goldene M“ dokumentiert, dass die entscheidenden Qualitätsmerkmale unabhängig geprüft wurden.

Nachhaltigkeit wird zum Prüfkriterium
Während Qualität seit jeher eine zentrale Rolle spielt, haben sich die Anforderungen an Möbel in den vergangenen Jahren erweitert. Themen wie Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und soziale Verantwortung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Mit dem RAL-Gütezeichen „Möbel Zirkulär Nachhaltig“ hat die DGM deshalb eine Gütesicherung geschaffen, die weit über klassische Qualitätsmerkmale hinausgeht. Das Gütezeichen bündelt Anforderungen bestehender Zertifizierungen und stellt zusätzliche Kriterien an Produkte und Unternehmen. Bewertet werden unter anderem Ressourceneffizienz, der Einsatz von Recyclingmaterialien, die Recyclingfähigkeit von Verpackungen sowie Haltbarkeit, Reparaturfreundlichkeit und Ersatzteilverfügbarkeit der Möbel. Auch soziale Aspekte innerhalb der Unternehmen fließen in die Bewertung ein. Damit greift das Gütezeichen zentrale Anforderungen einer modernen Kreislaufwirtschaft auf. Möbel sollen nicht nur lange genutzt werden können, sondern möglichst ressourcenschonend hergestellt und am Ende ihres Lebenszyklus wieder in Stoffkreisläufe zurückgeführt werden.

Wohngesundheit wird messbar
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wohngesundheit. Möbel begleiten Menschen täglich über viele Jahre hinweg. Umso wichtiger ist die Frage, welche Stoffe sie an die Raumluft abgeben. Mit dem RAL-Gütezeichen „Möbel Schadstoffgeprüft“ werden Möbel gekennzeichnet, die besonders strenge Anforderungen an Emissionen und Schadstoffwerte erfüllen. Zertifizierte Produkte müssen sämtliche gesetzlichen und normativen Vorgaben einhalten und darüber hinaus die strengste Emissionsklasse A erreichen. Geprüft werden unter anderem Formaldehyd und weitere flüchtige organische Verbindungen, die nur in nachweislich unbedenklichen Mengen freigesetzt werden dürfen. Das Gütezeichen gilt für sämtliche Möbelsegmente – von Küchen und Wohnmöbeln über Polstermöbel bis hin zu Kinderzimmermöbeln, Matratzen und Betten. Die Kennzeichnung bietet damit eine verlässliche Orientierung für Verbraucher, die Wert auf ein gesundes Wohnumfeld legen.

Made in Germany mit klaren Kriterien
Neben Qualität und Nachhaltigkeit fragen viele Käufer inzwischen auch, wo ein Möbelstück eigentlich herkommt. Das geographische Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ schafft hier Transparenz. Das Zeichen wurde von der DGM gemeinsam mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie und RAL entwickelt. Es darf nur verwendet werden, wenn Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung in Deutschland stattfinden und der für die Qualität maßgebliche Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland erfolgt. Damit steht das Herkunftsgewährzeichen für nachvollziehbare Produktionsprozesse, hohe Fertigungsstandards und vergleichsweise kurze Lieferwege. 

Klimaschutz nach Plan
Auch beim Klimaschutz engagiert sich die Möbelbranche. Die DGM hat bereits 2016 den Klimapakt für die Möbelindustrie ins Leben gerufen. Unternehmen, die daran teilnehmen, er-fassen ihre Treibhausgasemissionen systematisch und arbeiten an deren kontinuierlicher Reduzierung. Sichtbar wird dieses Engagement durch das DGM-Label „Klimapakt Möbelindustrie“. Im Mittelpunkt steht die langfristige Transformation von Produktionsprozessen. Das Label „Klimapakt Möbelindustrie“ kennzeichnet Unternehmen, die diesen Weg aktiv verfolgen. Nicht vermeidbare Emissionen trotz Reduktionsmaßnahmen können bilanziell ausgeglichen werden und sind an dem Label „Klimaneutraler Möbelhersteller“ erkennbar. 

Orientierung in einem komplexen Markt
Verbraucher erwarten hochwertige Produkte, die lange halten, gesundheitlich unbedenklich sind und möglichst ressourcenschonend hergestellt werden. Gleichzeitig steigt die Zahl von Kennzeichnungen und Nachhaltigkeitsaussagen im Markt. Die Gütezeichen und Label der DGM verfolgen deshalb einen klaren Ansatz: Sie machen überprüfbare Eigenschaften sichtbar und schaffen eine verlässliche Grundlage für Kaufentscheidungen. „Gütesicherung bedeutet für uns, Qualität messbar zu machen und Vertrauen auf eine objektive Grundlage zu stellen. Wer sich beim Möbelkauf an anerkannten Prüfzeichen orientiert, erhält eine verlässliche Entscheidungshilfe und investiert in Möbel, die auch langfristig überzeugen“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

 

Bild: Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten durch diese Gütezeichen und Labels eine verlässliche Entscheidungshilfe beim Möbelkauf. Graphik: DGM 

 

Pressekontakt: 
Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM) 
Pressestelle 
presse@moebelindustrie.de 
Tel. +49 (0) 22 24 / 93 77-17

Über die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel: 
Seit 1963 verpflichten sich Möbelhersteller und Zulieferbetriebe freiwillig zur Einhaltung der insgesamt hohen DGM-Qualitätsstandards. Die Anforderungen leiten sich aus den Güte- und Prüfbestimmungen des „Goldenen M“, RAL-GZ 430, ab. Diese garantieren dem Nutzer von zertifizierten Möbeln deren Langlebigkeit und einwandfreie Funktion, sowie Sicherheit, Gesundheit und Umweltverträglichkeit. Alle diese Faktoren werden in unabhängigen Laboren geprüft und sichergestellt. Inzwischen umfasst die DGM rund 130 Mitglieder aus dem In- und Ausland. www.dgm-moebel.de

 


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Pressekontakt:

Christine Scharrenbroch
c.scharrenbroch@moebelindustrie.de
Tel. + 49 2224 9377-17

Melanie Dickenbrok
m.dickenbrok@moebelindustrie.de
Tel. +49 5221 1265-26

Anschrift:

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Flutgraben 2, 53604 Bad Honnef
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