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Exportstrategie der deutschen Möbelindustrie

Die deutsche Möbelindustrie blickt auf eine positive Entwicklung der Branchenexporte in den vergangenen Jahren. Lag die Industrieexportquote – dies ist der Anteil der direkten Möbellieferungen ins Ausland am Gesamtumsatz der Branche – im Jahr 2000 noch bei 16,3 Prozent, so konnte diese bis zum Jahr 2018 auf 32,4 Prozent verdoppelt werden. Somit erwirtschaften die deutschen Möbelhersteller im Durchschnitt fast ein Drittel ihres Umsatzes auf ausländischen Märkten.

Bei einem gesättigten und langfristig schrumpfenden Inlandsmarkt wird die Stärkung der Exportfähigkeit zu einer Überlebensfrage für die Branche. Dies zum einen aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland, die zu eher weniger Gesamtbevölkerung und zu einer immer älter werdenden Bevölkerung führt. Alte Menschen kaufen tendenziell weniger neue Möbel. Zum anderen hat sich das Verhältnis der in Deutschland verkaufen Möbel aus deutscher Produktion zu Gunsten der aus dem Ausland importierten Möbel in den vergangen 18 Jahren fast umgekehrt. Lag im Jahr 2000 der Anteil hier verkaufter ausländischer Möbel noch bei 33 Prozent, liegt er heute bei 65 Prozent.

Das Außenhandelsdefizit der deutschen Möbelindustrie lag im Jahr 2018 bei 1,8 Mrd. € und ging damit im Vorjahresvergleich um 14% zurück. Dabei nahmen der Möbelausfuhren bei stagnierenden Möbeleinfuhren um 2,7% zu. Der Export muss in den kommenden Jahren deutlich ausgeweitet werden, um die Stellung der deutschen Möbelindustrie zu festigen.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Exports für die Branche baut der VDM seine Exportunterstützung für die Unternehmen weiter aus: ein neuer VDM-Arbeitskreis Export dient seit Oktober 2018 dem Austausch der einzelnen Hersteller, legt die Schwerpunktmärkte fest und koordiniert die gesamten Export- und Messeaktivitäten der Branche. Das Know-how zu den einzelnen Exportmärkten wird den Möbelherstellern gezielt im Rahmen von Informationstagen und Workshops vermittelt. Parallel werden praktische Arbeitshilfen für das erfolgreiche Engagement deutscher Möbelhersteller im Ausland zur Verfügung gestellt. Diese zusätzlichen Exportaktivitäten sollen den deutschen Möbelherstellern helfen, weitere Marktanteile auf dem Weltmarkt zu gewinnen.